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Minimalismus: So kreierst du den Trend-Look


Wie geht Minimalismus im Interior? Die Ordnungsberaterin Marie Kondo plädiert für ein aufgeräumtes Heim, wo sich die Einrichtung auf das Wesentliche beschränkt. Mit einem minimalistisch eingerichteten Zuhause liegst du deshalb nicht nur im Trend: Freie Räume schaffen Platz für neue Ideen, fördern die Konzentration und rücken das in den Zimmern Vorhandene in den Fokus. Damit du den Trend-Look in deinen vier Wänden erfolgreich kreierst, lohnt es sich, dass du erfährst, was Minimalismus genau ist. Lies jetzt mehr darüber!

Minimalismus – was ist das?

Installationsansicht, Carl Andre, Sculpture as Place, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin, 2016 

Du hast schon häufiger vom einfachen Leben oder minimalistisch wohnen gehört – und jetzt möchtest du wissen, was es damit auf sich hat? Minimalismus ist ein vielschichtiger Begriff, der in verschiedenen Lebensbereichen Anwendung findet, unter anderem in der Kunst, Architektur, Mode und um eine bestimmte Lebensweise zu beschreiben.
Künstler der Minimal Art wie Carl Andre und Donald Judd strebten Klarheit und Objektivität an und reduzierten ihre Skulpturen auf die Grundstrukturen. Die Architektur des Minimalismus – ein Wegbereiter war der deutsch-amerikanische Architekt Ludwig Mies van der Rohe – zeichnet sich durch eine kubische Formensprache und strenge Ästhetik aus. Die Gebäude sind elegant einfach und zweckmäßig.

Farnsworth House, Mies van der Rohe 1945-1951, Plano, Illinois, USA 

Neben Kunst und Architektur kommt Minimalismus auch in der Mode vor. Ein androgyner Kleidungsstil, der mit geraden und reduzierten Schnitten, dezenten Farben wie Beige, Grau, Weiß und Schwarz auftritt, wird auch als minimalistisch bezeichnet. Dasselbe gilt für Schmuck, der mit kubischen und runden Formen besticht und gleichzeitig frei von Schnörkeln ist.
Klar, objektiv, einfach, zweckmäßig und reduziert – an den genannten Eigenschaften aus Kunst, Architektur und Mode kannst du dich gut orientieren, um den Trend-Look Minimalismus gekonnt umzusetzen.
 

Was bedeutet es minimalistisch zu leben?

Für eine minimalistische Lebensweise reduzierst du deinen Besitz auf das Nötigste. Alles, was dich beschwert oder was dir Sorgen bereiten könnte, entlässt du aus deinem Leben, um inneren Frieden und Ordnung zu finden. Ein weiterer Aspekt der freiwilligen Einfachheit ist achtsames Konsumieren und möglichst viel selbst zu machen, sei es das Flicken einer Hose oder der Salatanbau auf dem Balkon. Ein minimalistisches Leben ist deshalb eng verwandt mit einem enthaltsamen und entsagenden Lebensstil.

Hinterfrage Bestehendes im Sinne der freiwilligen Einfachheit

Der Ansatz des einfachen Lebens kann dich für deinen minimalistischen Look zuhause inspirieren. Das Ziel sollte nicht sein, dass du wahllos Dinge wegwirfst und dabei dein Herz brichst, weil du dich von einer geliebten Erinnerung getrennt hast. Hinterfrage deshalb eher die in deinem Zuhause bestehenden Zustände und reduziere dann dort, wo es für dich persönlich Sinn macht:
Wie kannst du besser arbeiten? Liebst du das kreative Chaos oder brauchst du einen leeren Schreibtisch? Wie erholst du dich besser? In einem Raum, in dem dich Erinnerungen anlächeln oder der luftig und frei gehalten ist? Wie findest du Inspiration? Schöpfst du Ideen aus dir selbst oder pinnst du Bilder, Zitate und Skizzen an dein Moodboard an der Wand?
Vielleicht hast du ja auf eine Frage mit Ja und auf eine andere mit Nein geantwortet – das muss kein Widerspruch für ein stimmiges minimalistisches Interior sein! Das, was du brauchst, ist Ordnung und Struktur, die zu deinem Leben passt.

Mit diesen Tipps trennst du dich von Ballast und schaffst Ordnung

Für die Aufräumexpertin Marie Kondo ist Ordnung und das Loslassen von unnötigen Gegenständen der Startpunkt für seelische Ausgeglichenheit. Mit ihren Tipps, von denen wir dir hier drei vorstellen, findest du deine innere Ordnung.

1. Räume alles auf einmal auf

Marie Kondo empfiehlt gründlich vorzugehen und alles auf einmal aufzuräumen. Dein Vorhaben, den Trend-Look Minimalismus nach Hause zu holen, kannst du gut mit dem alljährlichen Frühjahrsputz kombinieren oder auch dem Neuen Jahr, um erleichtert und frei den kommenden zwölf Monaten entgegenzublicken.

2. Jeder Gegenstand bekommt seinen Platz zugewiesen

Indem jeder Gegenstand seinen festen Platz zugewiesen bekommt, erleichterst du dir ungemein den Alltag, weil du weniger Zeit mit dem Suchen von Dingen verbringst. Orientierung und Struktur – dank diesem Grundsatz weißt du nicht nur, wo du was findest, sondern auch, wieviel du von einer Sache besitzt. Dadurch vermeidest du, dir neue Sachen zu kaufen, von denen du eigentlich schon genug hast.

3. Socken, Bücher, Töpfe: Gehe nach Kategorien vor

Beim Ausmisten empfehlt Marie Kondo nach Kategorien und nicht nach Räumen vorzugehen, also alle Socken, Bücher und Töpfe zu sammeln und auf einen Haufen zu legen. Anschließend kannst du gut einschätzen, was davon überflüssig oder veraltet ist und wovon du dich getrost trennen kannst.  
Sobald du diese 3 Tipps beherzigt hast, gewinnst du in deiner Wohnung mehr Platz. Die verbliebenden Gegenstände erfahren jetzt mehr Aufmerksamkeit, durch die neue Struktur hast du einen besseren Überblick, was für ein Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden sorgt.
Die neuen Freiräume sind die perfekte Grundlage für einen minimalistischen Einrichtungsstil, der deinem Innersten Ausdruck verleiht.

So erschaffst du ein minimalistisches Interior


Sobald du deinem Zuhause Ordnung und Struktur gegeben hast und keine unnötigen Gegenstände mehr deine Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen, kannst du passende Deko und Möbel aussuchen. Wie kreierst du nun den Trend-Look Minimalismus?
Ein minimalistischer Einrichtungsstil trumpft mit dem Leitsatz „Less is More“. Überdenke also genau, welche Möbel du wirklich brauchst. 
Inspiriere dich an den Kunstwerken der Minimal Art und den Gebäuden des Architekturstils eines Mies van der Rohe. Entscheide dich dementsprechend für kegelförmige oder kubische Möbelstücke, für klare Linien, Schlicht- und Übersichtlichkeit im Design. Donald Judd reduzierte die Formensprache seiner Skulpturen, um der Farbe Plastizität und Wirkung zu verleihen. Du wirst sehen, dass dank der geradlinigen Möbel und Wohnaccessoires die Farben im Raum deutlicher hervortreten. 
 

Minimalismus: Ein Wohntrend, der nicht nur beim Einrichten für neue Strukturen sorgt

Die kubischen Formen und geraden Linien eines minimalistischen Einrichtungsstils stehen für modernes Design. Weder Schnörkel noch überflüssige Verzierungen lenken von der Funktion der Möbelstücke ab.
Als du mit dem Vorhaben gestartet bist, in deinem Zuhause den Trend-Look Minimalismus zu realisieren, hättest du sicher nicht erwartet, dass sich die Strukturiertheit, für die der Wohnstil steht, sich auch auf andere Bereiche in deinem Leben übertragen lässt. Denn minimalistisch wohnen kann auch heißen, dass du dich von Überflüssigem trennst und dass nur das Nützliche und Wesentliche in deinem Zuhause Platz findet. Wir wünschen dir viel Spaß beim Kreieren des Trend-Looks Minimalismus!